wiederarbeiten.com

Gute Gründe für den Wiedereinstieg

Du bist als „Familienmanagerin“ rundum glücklich? Du bist völlig ausgelastet mit Deinen Aufgaben? Dein Alltag ist genau so, wie Du ihn Dir immer gewünscht hast? Du bist finanziell gut abgesichert? Du kannst Dir Deine Wünsche erfüllen? Lies weiter, wenn Du mindestens dreimal „Nein“ gesagt hast.

Wir haben Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger zu ihren persönlichen Gründen gefragt, wieder arbeiten zu gehen. Ihre Aussagen haben wir gesammelt. Vielleicht erkennst Du Dich hier wieder?

wiederarbeiten.com: Gute Gründe, um wieder arbeiten zu gehen.„Ich will mich weiterentwickeln!“

Melanie (26 Jahre alt, alleinerziehend mit zwei Kindern): Als meine jüngste Tochter eineinhalb Jahre alt war, kam der Frust. Ich war bereits fünf Jahre lang als Mutter zu Hause, alleinerziehend. Meine Freundinnen waren den ganzen Tag auf der Arbeit. Ich sah, wie sie sich weiterentwickelten und Geld verdienten. Ich dagegen saß den ganzen Tag zu Hause. Oder ich saß auf dem Spielplatz zusammen mit anderen Müttern. Das hat mir nicht mehr gereicht. Jetzt mache ich eine Ausbildung in Teilzeit!

„Ich will für meine Familie sorgen!“

Pascal (27 Jahre alt, lebt zusammen mit Freundin und drei Kindern): Ich hatte meine Ausbildung kurz vor der Abschlussprüfung hingeschmissen. Dann wurde ich Vater. Manchmal hatte ich einen Minijob. Einen richtigen Job habe ich ohne Ausbildung ja nicht bekommen. Das Geld war immer knapp. Meine Freundin und ich wussten oft nicht, wie es weitergehen sollte. Als unsere älteste Tochter in die Schule kam, fragte sie plötzlich, warum wir arm sind. Ich konnte es ihr nicht erklären. Aber ich wusste, dass ich etwas ändern will, damit auch meine Kinder stolz auf mich sein können. Ich habe dann meine Ausbildung zu Ende gemacht. Jetzt habe ich einen festen Job!

„Es war an der Zeit, nicht mehr nur als Hausfrau und Mutter angesehen zu werden!“

Claudia (43 Jahre alt, gelernte Buchhalterin, verheiratet, zwei Kinder): Ich war sehr lange Hausfrau und Mutter. Mein Mann verdient sehr gut und wir haben ein schönes Leben. Aber das reichte mir irgendwann nicht mehr. Die Kinder wurden größer und langsam selbstständiger. Ich wollte nicht mehr nur zu Hause sein, nicht mehr nur als Hausfrau und Mutter angesehen werden. Da habe ich angefangen mich zu bewerben. Aber mit meinen veralteten Qualifikationen habe ich keine Stelle bekommen. Mir wurde klar, dass ich wieder die Schulbank drücken und meine EDV-Kenntnisse auf den aktuellen Stand bringen muss. Es hat danach noch eine Weile gedauert, bis ich meinen jetzigen Job gefunden habe. Jetzt habe neue soziale Kontakte und erhalte ich Anerkennung für meine Fähigkeiten!

„Mein Selbstbewusstsein brauchte einen kräftigen Tritt!“

wiederarbeiten: Es gibt viele gute Gründe zum Wiedereinstieg in den Job.Jenny (23 Jahre alt, lebt zusammen mit ihrem Lebensgefährten und zwei Kindern): Ich bin sehr jung Mutter geworden. Mein Freund hat kurz nach der Geburt unseres ersten Kindes sein Studium angefangen. Ich blieb mit den Kindern zu Hause. Ich sah, wie es bei ihm weiterging. Er hat so viel gelernt und war erfolgreich an der Uni. Ich wollte immer Architektur studieren. Aber irgendwie traute ich es mir nicht mehr zu. Ich hatte Angst zu versagen. Gleichzeitig träumte ich davon, Häuser zu entwerfen. Um mich aufzumuntern, besorgte mein Freund mir ein Praktikum in einem Architekturbüro. Das war wie in einer anderen Welt. Und es war genau das, was ich immer wollte. Ich bekam positive Rückmeldungen und das tat meinem Selbstbewusstsein mehr als gut. Es gab nun keinen Grund mehr, an mir zu zweifeln. Jetzt weiß ich wieder, wohin ich will. Ich mache eine Ausbildung in Teilzeit und anschließend werde ich studieren!

„Ohne Arbeit geht es mir schlecht!“

Thomas (45 Jahre, verheiratet, ein Kind): Ich habe 15 Jahre als Elektriker gearbeitet. Das war genau das richtige für mich, mein Traumjob! Dann wurde ich krank und irgendwann stellte sich heraus, dass ich in meinem Beruf nicht mehr arbeiten kann. Das war ein Schock. Ich war dann 4 Jahre zu Hause. Das war schlimm für mich. Denn obwohl ich genug zu tun hatte und ich mich um den Haushalt und unsere Tochter gekümmert habe, ging es mir sehr schlecht. Mir fehlte ein ganz wichtiger Teil, Arbeit gehört doch zum Leben dazu. Aber alleine kam ich da nicht raus. Dann habe ich von einem Projekt erfahren, wo man Menschen wie mir hilft, einen neue Jobperspektive zu erarbeiten. Ich habe dort sofort angerufen und mich angemeldet. 9 Monate lang ging es nur um mich: was ich will und was ich kann. Das war ganz schön anstrengend. Aber ich habe gesehen, dass ich eine ganze Menge kann. Ein halbes Jahr später hat es dann geklappt: Heute arbeite ich in einer IT-Firma und bin wieder gesund und glücklich!

„Ich möchte unabhängig sein und für das Alter vorsorgen!“

Diana (32 Jahre alt, gelernte Industriekauffrau, lebt zusammen mit ihrem Lebensgefährten und einem Kind): Ich bin nach zwei Jahren Elternzeit wieder in meinen alten Job zurückgekehrt – in Vollzeit! Vor allem weil ich immer gerne gearbeitet habe und finanziell nicht von meinem Lebensgefährten abhängig sein wollte. Ich wollte mein eigenes Geld verdienen und damit gleichberechtigt in unserer Partnerschaft sein. Und dann war da das große Thema „Rente“. Man liest überall von Altersarmut, im Freundeskreis wird das auch oft diskutiert. Mir ist es deshalb wichtig, möglichst lückenlos in die Rente einzuzahlen und auch privat vorsorgen zu können, um dann im Alter abgesichert zu sein!

„Ich wollte etwas machen, das genau zu mir passt!“

Sarah (34 Jahre alt, gelernte Fotografin, alleinerziehend, zwei Kinder): Als mein zweiter Sohn in den Kindergarten kam, habe ich mich dort sehr engagiert. Ich wurde eine echte Supermama und habe Ausflüge, Treffen, Bastelnachmittage und so weiter organisiert. Ich konnte zeigen, dass ich mehr kann. Das hatte mir in den Jahren zuvor total gefehlt. Ich wurde dann immer darauf angesprochen, dass ich doch ein totales Organisationstalent hätte und dass ich das doch zu meinem Beruf machen solle. Und da ging mir ein Licht auf: Ich habe meine guten Kontakte aus meinem Job als Fotografin genutzt und habe mich als Hochzeitsplanerin selbstständig gemacht!

Wie Du siehst: Es gibt eigentlich nur gute Gründe, wieder arbeiten zu gehen!

Wie Du Deinen Wiedereinstieg organisierst, hängt von Deiner ganz persönlichen Situation ab. Vielleicht lässt Du Dich einmal von Deiner BCA beraten. Welche Expertin für Dich zuständig ist, siehst Du in unserer Städteauswahl unter Beratung >>


[Fotos: Christopher Machicoane Hurtaud, Shari Murphy, unsplash.com]

 

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen