Tipps zur Rückkehr in den alten Job

Auch heute ist es immer noch so, dass in der Regel die Mutter zu Hause bleibt und sich um Kinder und Haushalt kümmert bzw. die Frau die Pflege von Angehörigen übernimmt. Egal, ob du ein Jahr, zwei oder drei Jahre zu Hause bleibst: Der Wiedereinstieg in deine alte Arbeitsstelle will gut geplant sein. Hierzu haben wir einige Tipps, wie du nach deiner Familienzeit gut gerüstet zurückkehrst.

Rückkehr in den alten Job nach der Familienphase.Eines vorweg: Das, was du mit deinem Chef oder deiner Chefin vor deiner Familienphase besprochen hast, gilt vielleicht zu dem besprochenen Zeitpunkt. Nach der Geburt eines Kindes ist die Welt eine andere. Auch deine. Kinder ändern alles. Und sie schmeißen häufig frühere Pläne oder Vorhaben von Eltern über den Haufen.

Wann der richtige Zeitpunkt für deine Rückkehr in den Job ist, hast du in der Hand. Na ja, fast! Denn alles steht und fällt mit einer verlässlichen und guten Kinderbetreuung. Du kannst nur voll und ganz wieder einsteigen, wenn du weißt, dass es deinem Kind gut geht!

Halte Kontakt zum Betrieb!

Was du vor deiner Familienphase mit deinem Chef oder deiner Chefin vereinbart hast, gilt. Wenn sich an deinen früheren Plänen etwas ändert, musst du dies unbedingt mit ihm oder ihr besprechen. Regelmäßige Besuche in deinem Betrieb sind nicht nur hilfreich, damit ihr gemeinsam deine Rückkehr planen könnt. Du bleibst durch den Kontakt zum Chef oder zur Chefin und zu den Kolleginnen und Kollegen auf dem Laufenden, was im Betrieb alles passiert, welche Veränderungen und Neuerungen es gibt.

Melde dich vor deinem Besuch in deinem Betrieb unbedingt an. So kannst du dir sicher sein, dass sowohl die Kolleginnen und Kollegen als auch dein Chef oder deine Chefin ein wenig Zeit für ein Gespräch mit dir einplanen. Natürlich kannst du dein Kind mitbringen und es voller Stolz allen zeigen.

So bleibst du im Gespräch und kannst besprechen, ob du während der Elternzeit an internen Schulungen teilnehmen kannst, wann du mit wie vielen Wochenstunden wieder einsteigen möchtest, ob du bei langen Öffnungszeiten immer die Frühschicht übernehmen oder du bei flexiblen Arbeitszeiten im Home Office arbeiten kannst.

Kümmere dich sehr früh um eine gute Kinderbetreuung!

Die Suche nach einer guten Kinderbetreuung, egal ob bei einer Tagesmutter oder in der Kita, nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Da es aktuell leider sehr viel mehr Anmeldungen als Betreuungsplätze gibt, ist es fast ein Glücksgriff, einen Platz in der Wunschkita zu bekommen. Manche Eltern melden ihr Kind bereits an, wenn es noch gar nicht geboren ist.

Bei der Tagesmutter sind besonders die Kleinen gut aufgehoben.Das Kitajahr beginnt immer im August. Hier im laufenden Jahr einen Platz zu bekommen, ist nahezu unmöglich. Tagesmütter sind sehr viel flexibler – sowohl was den Einstieg als auch die Betreuungszeiten betrifft. Vor allem sehr junge Kinder unter 2 Jahren sind bei einer Tagesmutter oftmals sehr viel besser aufgehoben. Sie kann individueller auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen, sie individuell fördern, da sie nur maximal fünf Kinder betreut.

Sprich am besten einmal mit deinen Freundinnen oder Bekannten aus deinem Umfeld, welche Erfahrungen sie mit der Kinderbetreuung gemacht haben. Schau dir verschiedene Kitas an, treffe dich mit Tagesmüttern. Wichtig ist, dass du ein gutes Gefühl hast, die Räumlichkeiten liebevoll ausgestattet sind und alle deine Fragen beantwortet werden. Du kannst dich auch beraten lassen: In jeder Stadt gibt es Ansprechpersonen >>, die für die Kinderbetreuung zuständig sind.

Wähle für die Kinderbetreuung keinen zu engen Zeitrahmen. Du musst bedenken, dass du vor und nach der Arbeit Zeit brauchst, um dein Kind zu bringen bzw. abzuholen. Wenn du nicht jeden Tag völlig abgehetzt bei der Tagesmutter oder der Kita erscheinen möchtest, plane einen zeitlichen Puffer ein. Vielleicht können ja auch dein Mann oder dein Partner, die Großeltern, eine gute Freundin an bestimmten Tagen den Abholdienst übernehmen? In unserem Artikel „Man braucht immer einen Plan B“ >> erzählt Julia, wie sie die Kinderbetreuung geregelt hat und nach einem Jahr Elternzeit wieder in ihren alten Job eingestiegen ist.

Steig früher wieder ein!

Wusstest du, dass du während der Elternzeit arbeiten darfst? Du hast sogar einen Anspruch auf Teilzeitarbeit während deiner Elternzeit, wenn

  • im Betrieb mehr als 15 Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beschäftigt sind.
  • das Arbeitsverhältnis mindestens 6 Monate ohne Unterbrechung besteht.
  • die Arbeitszeit für mindestens 2 Monate zwischen 15 bis 30 Wochenstunden betragen wird.
  • im Betrieb keine dringenden Gründe dagegen sprechen.

Sprich mit deinem Chef oder deiner Chefin über diese Möglichkeit. Du kannst z. B. als Urlaubs- oder Krankenvertretung eingesetzt werden.

 


[Text: Silke König | Fotos: Robert Kneschke, RioPatuca Images]

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